Was haben Erstklässler und Tänzerinnen gemeinsam?
Richtig: Beide tragen Schultüten – zumindest bei uns im Club, wenn unser Trainer Joachim
Krause mal wieder eine geniale Eingebung hat.
Beim letzten Sondertraining verwandelte sich der Tanzsaal kurzerhand in eine Mischung aus Klassenzimmer und Dancefloor. Unser Trainer, bekannt für seine kreative Didaktik und ungewöhnlichen Hilfsmittel, setzte den Damen tatsächlich Schultüten auf den Kopf.
Nein, nicht zur Belohnung für fleißiges Üben – sondern als lebendige Visualisierung für
Kopfhaltung, Shape und Drehachsen.
Die Idee: Wer mit einer spitzen Tüte auf dem Kopf tanzt, merkt ziemlich schnell, ob die
Haltung stimmt. Denn wenn die Tüte schief hängt, zeigt sie gnadenlos: Die Körperachse ist
aus dem Lot und der Kopf hat andere Pläne.
Und bei der Drehung? Da wird die Schultüte zum Kompass des Drehumfangs und zeigt, ob man tanzt oder rotiert.
Die Damen nahmen’s mit Humor und Haltung – im wahrsten Sinne des Wortes. Zwischen Drehungen und Lachanfällen wurde klar: Tanztraining muss nicht trocken sein. Manchmal reicht eine bunte Pappkonstruktion mit Glitzer, um Körperbewusstsein auf ein neues Level zu heben.
Fazit: Wer sagt, dass man mit Schultüten nur Erstklässler überrascht, hat noch nie bei uns getanzt. Normalerweise steckt man Süßes hinein – bei uns steckt Haltung, Drehung und jede Menge Spaß dahinter.
Text: Monika Röder